Welche Sehenswürdigkeiten gibt es auf Kreta?

Griechenland ist eines der Top Reiseziele in Europa und hat einige schöne Inseln zu bieten. Kreta ist die größte Insel Griechenlands und lockt mit dementsprechend zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Von allen griechischen Inseln ist Kreta wohl die Vielfältigste, die für jeden Geschmack etwas bietet. Wir verraten, was man fernab der traumhaften Strände an Attraktionen gesehen haben muss.

Der Palast von Knossos

Nur etwa fünf Kilometer von Heraklion entfernt befindet sich die Top Sehenswürdigkeit Kretas, der Palast von Knossos. Für alle Kulturinteressierten ist ein Besuch ein absolutes Muss. Der Palast wurde etwa im Jahr 1900 vor Christus erbaut, war fünf Stockwerke hoch und beherbergte damals 1.000 Zimmer. Durch die vielen Naturkatastrophen auf der Insel wurde er zwar komplett zerstört, zu Beginn des 20. Jahrhunderts aber restauriert. Heute kann man nur noch erahnen, welche Ausmaße das Bauwerk einst hatte. Die etwa 90 Minuten dauernde Führung bucht man am besten vorab online. Wer den Palast auf eigene Faust erkunden möchte, sollte mindestens drei Stunden einplanen. Empfehlenswert ist ein Besuch im Sommer in den frühen Morgenstunden. Dann ist die Anlage noch nicht so überlaufen und die Temperaturen moderat.

Die Samaria-Schlucht

Wer die vielfältige und beeindruckende Natur Kretas kennenlernen möchte, ist in der Samaria-Schlucht bestens aufgehoben. Sage und schreibe 16 Kilometer ist die Schlucht lang. Zumindest einen Teil dieses Weges kann man gut zu Fuß erkunden. Am besten startet man in Agia Roumeli: Von dort aus sind es nur vier Kilometer bis zur schmalsten Stelle der Schlucht. An diesem „Eiserne Pforte“ genannten Punkt sind die Felswände gerade einmal drei Meter auseinander. Für die gesamte Strecke, die sehr anspruchsvoll ist, benötigt man je nach Kondition zwischen sechs und acht Stunden. Was hier so beeindruckt, sind die vielfältigen Eindrücke. Neben steilen Berghängen, die sich rechts und links des Wanderweges erheben, trifft man in der Schlucht auch auf die Reste ehemaliger Dörfer und kleine Kirchen. Die Schlucht ist von Mai bis Oktober geöffnet. Wir empfehlen unbedingt festes Schuhwerk und ausreichend Wasser als Reiseproviant.

Die Küstenstadt Chania

Chania ist eine Stadt im Nordwesten von Kreta, die für ihren venezianischen Hafen bekannt und beliebt ist. Es gibt kaum einen Urlauber auf Kreta, der die Hafenstadt nicht besucht und völlig begeistert ist. Nicht nur der Hafen, sondern auch die pittoreske Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen macht den Reiz Chanias aus. Der Leuchtturm als weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt, die alten Werfthallen oder der älteste Stadtteil Chanias Kastelli: Fotomotive gibt es in der Stadt genügend. Übrigens ist Chania auch ein guter Ausgangspunkt für eine geführte Wanderung durch die Samaria-Schlucht. Angebote dafür gibt es in der Hafenstadt genügend.

Spinalonga

Ein weiteres lohnenswertes Ziel für einen Tagesausflug ist die Kreta vorgelagerte Insel Spinalonga. Was eines der Touristenhighlights ist, hat einen traurigen Hintergrund: Auf die heute unbewohnte Insel wurden einst Leprakranke verbannt. Natürlich ist die „Insel der Vergessenen“ nicht nur aus diesem Grund ein Anziehungspunkt für Touristen.  Allein die Bootstour zur Insel hin und die Strände dort machen einen Tagesausflug zu einem ganz besonderen Erlebnis. Man muss übrigens nicht zwingend eine Führung buchen. Dank zahlreicher Hinweisschilder auf der Insel findet man sich gut selbst zurecht.

Agios Nikolaos

Nach Chania ist Agios Nikolaos eine der meistbesuchten Städte Kretas. Auch dies ist eine beschauliche Hafenstadt, die sich am Golf von Mirabello befindet. Langeweile ist hier Fehlanzeige: Man kann einen Wochenmarkt ebenso wie den Hafen besuchen, eine Bootstour buchen oder sich zu einer der nahe gelegenen Olivenölfarmen fahren lassen. Auch Restaurants, Cafés und Souvenirläden sind zahlreich vorhanden. So einzigartig ist Agios Nikolaos deshalb, weil sich die Stadt rund um den Binnensee Voulismeni erstreckt.  Um diesen rankt sich eine schöne Legende: Angeblich ist er unterirdisch mit der Insel Santorin verbunden. Obwohl das nicht der Wahrheit entspricht: Agios Nikolaos sollte man mindestens einmal im Leben gesehen haben!

Strand Elafonissi

Strände gibt es auf Kreta wirklich genügend, aber keiner ist so einzigartig wie der Strand Elafonissi auf gleichnamiger Insel im Südwesten Kretas. Auf den ersten Blick ist es ein ganz normaler Sandstrand. Manchmal aber färbt sich der Sand rosa. Wenn die See ruhig ist, wird diese Rosafärbung durch kleine Muschelteilchen erzeugt.  In Kombination mit dem türkisfarbenen Wasser ergibt sich so ein Bild, das kein Reiseführer schöner darstellen könnte. Touren zur kleinen Insel kann man in Eigenregie durchführen oder sich einer der geplanten Tagestouren anschließen.

Fazit: Kreta ist zweifelsohne eines der Top Reiseziele Europas: Die Vielzahl an Sehenswürdigkeiten spricht für einen Urlaub auf der Insel ebenso wie die Schönwettergarantie. Mit rund 300 Sonnentagen im Jahr ist sie eine der sonnigsten Inseln im Mittelmeer. Freuen Sie sich darüber hinaus auf die Gastfreundlichkeit der Einwohner und eine leckere kretische Küche!