
Serien gehören zu den vermutlich beliebtesten Formen von Unterhaltung, Streamingdienste und Mediatheken haben dazu beigetragen, dass sie jederzeit abrufbar sind. Viele Menschen verfolgen Serien über viele Staffeln und oft über Jahre hinweg und entwickeln eine starke Bindung zu den Geschichten und Figuren. Die besondere Struktur von Serien sorgt dafür, dass Zuschauer immer wieder neugierig auf die nächste Folge hin fiebern. Aber warum ist das so?
Serien erzählen Geschichten über einen längeren Zeitraum
Filme erzählen meist innerhalb von knapp zwei Stunden eine Geschichte. Serien können sich für das Erzählen ihrer Story mehr Zeit nehmen. Figuren, Beziehungen und Konflikte werden über die Episoden und teilweise über die Jahre hinweg entwickelt. So etwa begleiten die Zuschauer der Serie Grey’s Anatomy viele Figuren bereits seit mehr als 20 Jahren.
Die Zuschauer lernen die Figuren so sehr intensiv kennen und verstehen ihre Motive besser. Auch spiegeln sie sich in den Geschichten der Zuschauerlieblinge. Das führt zu einer stärkeren emotionalen Bindung zur Geschichte, als es etwa bei Filmen der Fall ist.
Cliffhanger sorgen für viel Spannung
Viele Folgen von Serien enden mit sogenannten Cliffhangern, das heißt, eine wichtige Frage oder Situation bleibt am Ende einer Folge oder Staffel ungelöst. Das löst in vielen Zuschauern den Wunsch aus, zu wissen, wie die Geschichte weitergeht.
Diese Technik sorgt dafür, dass man häufig sofort die nächste Folge sehen möchte. Die Cliffhanger sind somit ein bewusst eingesetztes dramaturgisches Mittel, um die Spannung für den Zuschauer besonders hoch zu halten.
Zuschauer bauen eine emotionale Bindung zu Figuren auf
Durch den langen Zeitraum, durch den hinweg die Zuschauer die Figuren begleiten, entsteht eine besondere Bindung. Die Figuren wirken mit der Zeit vertraut, beinahe wie Freunde oder liebe Bekannte. Die Zuschauer erleben die Entwicklung, die Konflikte und die Veränderungen der Figuren aus der ersten Reihe mit.
Diese emotionale Bindung macht das Geschehen deutlich intensiver und viele Zuschauer haben Lieblingsfiguren, mit denen sie regelrecht mit fiebern.
Serien bieten eine Auszeit vom Alltag
Geschichten, wie sie in Serien erzählt werden, können dabei helfen, Abstand zum Alltag, zu Sorgen und Stress zu gewinnen. Die Zuschauer tauchen für meist um die 45 Minuten in eine ganz andere Welt ein.
Serien wirken dadurch auf den Zuschauer entspannend und unterhaltsam. Besonders nach einem anstrengenden Tag sind Serien für viele Menschen eine Form der Erholung und der Ablenkung.
Serien als soziale Verbindung
Ob Game of Thrones oder Stranger Things – in den sozialen Netzwerken, in Freundesgruppen und in Familien wurde viel diskutiert und oft auch spekuliert, wie es weiter gehen könnte und wie die Serien enden könnten. Auch das ist eine Funktion von Serien: sie schaffen Gesprächsstoff. Beliebte Serien werden sehr häufig mit Familien, Freunden oder online diskutiert oder gar zusammen verfolgt.
Viele Fans tauschen dabei Theorien über die kommende Handlung aus und das gemeinsame Anschauen und Spekulieren wird zum sozialen Erlebnis. Serien schaffen dadurch eine Form von Gemeinschaft unter den Zuschauern. Gerade bekannte Serien werden so auch oft Teil der Popkultur.
Serien sind leicht konsumierbar
Serien sind meist in einzelne Episoden zu 20 bis 60 Minuten aufgeteilt, wodurch sie sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Zuschauer können dank Streamingdiensten und Mediatheken zudem selbst entscheiden, wann und wie viele der Episoden sie anschauen möchten. Serien sind dadurch deutlich leichter in den Alltag zu integrieren als beispielsweise ein zweistündiger Film.
Fazit
Serien sind sowohl spannend als auch entspannend und erzählen den Zuschauern über meist lange Zeiträume hinweg interessante und emotionale Geschichten.
Dramaturgische Mittel wie der Cliffhanger verstärken diesen Effekt zusätzlich. Sie bieten sowohl Unterhaltung als auch Ablenkung und sogar Gesprächsstoff in sozialen Gruppen. Die große Vielfalt an Genres und Formaten macht Serien zu einer der beliebtesten Formen moderner Unterhaltung.