
Im Frühjahr und Sommer herrscht auf den Minigolfbahnen reger Betrieb. Du musst kein Golfprofi sein, um einen Schläger auszuleihen und auf neun oder 18 Bahnen dein Talent unter Beweis zu stellen. Die erste Minigolfanlage gab es bereits 1954 in der Schweiz. Sie entstand aus der Idee heraus, den Elitesport Golf für jedermann spielbar zu machen. Wenn du es selbst ausprobieren möchtest, findest du im Folgenden die wichtigsten Regeln.
Welches Ziel gibt es beim Minigolf?
Das Spielprinzip ist einfach, du versuchst pro Bahn den Ball mit möglichst wenigen Schlägen ins Loch zu befördern. Dabei stellt dich jede Bahn vor andere Herausforderungen. Manchmal blockieren Hindernisse den direkten Weg, ein anderes Mal musst du den Ball über die Bande spielen oder eine Rampe überwinden.
Jeder deiner ausgeführten Schläge wird gezählt und am Ende addiert. Gewonnen hat nicht das beste Ergebnis pro Bahn, sondern das Gesamtergebnis am Ende. Du kannst also an einer Bahn scheitern und am Ende trotzdem noch gewinnen.
So funktioniert das Spiel an jeder Bahn
Jede Bahn hat einen Abschlagbereich, je nach Anlage wählst du dafür den passenden Ball aus. Vor dem ersten Schlag muss dieser vollständig auf der Markierung liegen, dann darfst du loslegen.
Der Abschlag ist bereits der erste Versuch, auch wenn der Ball nur wenige Zentimeter rollt. Danach spielst du den Ball von der Position aus weiter, an der er liegen geblieben ist. Du darfst ihn nicht verschieben oder an einen günstigeren Platz legen.
Wenn der Ball sehr nah an der Bande oder an einem Hindernis liegt, darfst du ihn ein paar Zentimeter von der Begrenzung weglegen, um schlagen zu können.
Was passiert, wenn der Ball die Bahn verlässt?
Wenn du mit zu viel Schwung geschlagen hast, kann der Ball über die Bande von der Bahn rollen. In diesem Fall zählt dein Schlag trotzdem, du legst den Ball aber wieder auf den Anfang zurück. Von dort startest du die Runde erneut. Der Schlagpunkt wird zu deinen bisherigen Versuchen dazugerechnet.
Wie viele Schläge sind pro Bahn erlaubt?
Da auf Minigolf-Bahnen viel Betrieb herrscht und Bahnen nicht endlos blockiert werden dürfen, gibt es eine Schlagbegrenzung. Du darfst pro Bahn sechs Versuche machen. Wenn du den Ball bis dahin nicht eingelocht hast, ist deine Runde trotzdem zu Ende. Für die Wertung bekommst du allerdings nicht sechs Schläge, sondern sieben Punkte eingetragen.
Nur wenn der Ball beim sechsten Versuch im Loch landet, bekommst du sechs Schläge addiert. So ist sichergestellt, dass du nicht ewig warten musst, bis die vorherigen Spieler an einer Bahn fertig sind.
Wichtige Verhaltensregeln beim Minigolf
Da viele Menschen zusammen spielen, ist Rücksichtnahme Pflicht. Wenn ein anderer Spieler schlägt, entfernen sich die Zuschauer vom Schlagbereich und behindern den Abschlag nicht. Erst wenn der Ball klar im Loch verschwunden ist, kommt die nächste Person an die Reihe.
Die Bahnen selbst dürfen nicht betreten werden, du stehst am Rand und spielst von dort, ohne die Oberfläche der Bahn zu betreten.
Je nach Anlage steht Kehrwerkzeug zur Verfügung, um Laub oder Schmutz bei Bedarf von der Bahn zu fegen. Wenn Hindernisse auf der Bahn liegen, kann das Rollverhalten des Balls beeinflusst werden.
Woher bekomme ich einen Minigolfschläger?
Du brauchst keine eigene Ausrüstung zum Minigolfspiel, sondern leihst dir Schläger und Bälle direkt an der Anlage. Die Schläger haben eine flache Schlagfläche und werden in verschiedenen Größen angeboten (je nach Körpergröße).
Gespielt wird entweder mit einem harten Standardball oder mit mehreren verschiedenen Bällen. Das hängt von der Anlage ab und von der Beschaffenheit der Bahnen. Hast du verschiedene Bälle zur Auswahl, ist pro Bahn die beste Wahl markiert. Manche Bälle springen stärker, rollen langsamer oder bleiben durch ein höheres Gewicht besser auf der Bahn.
Eine feste Altersgrenze gibt es übrigens nicht, Minigolf ist ein Spiel für die ganze Familie. Für Kinder gibt es kleinere Schläger, sodass selbst dein Nachwuchs schon sein Talent unter Beweis stellen kann.